Am 1. Mai bleibt Berlin nazifrei!

Antifa-Blockaden jetzt in Prenzlauer Berg!

Seit einigen Tagen ist es „offiziell“: Die Nazis wollen am 1. Mai in Prenzlauer Berg ab S-Bhf Bornholmer Straße marschieren: Innensenator Körting hat diese Pläne bestätigt, hüllt sich bezüglich der genauen Route aber weiter in Schweigen. Die wahrscheinliche Strecke führt die Nazis über die Bornholmer Straße und Schönhauser Allee durch die Wichert- und Grellstraße. Wir sind auf diesen Fall vorbereitet und veröffentlichen hier unser angepasstes Szenario.

Das Wichtigste zuerst – es gibt 2 neue Anreisetreffpunkte:

# West-BerlinerInnen reisen jetzt von Alexanderplatz an. Treffpunkt ist hier um 9:00 auf dem Gleis der U2.
# Ost-BerlinerInnen reisen vom Ostkreuz an, hier ist der Treffpunkt der Ringbahn-Bahnsteig, auch um 9:00.

Pünktlichkeit ist hier absolut wichtig! Bitte nehmt die gemeinsame Anreise wahr und schließt euch in Bezugsgruppen von 3-10 Leuten zusammen. Achtet auf Infos, die an den Treffpunkten verteilt werden! Hier erfahrt hier den neuesten Stand und die aktuellsten Pläne. Wir werden gemeinsam zu den verschiedenen Punkten rund um den Nazi-Auftaktort anreisen und den Aufmarsch blockieren.

Vor Ort in Prenzlauer Berg gibt es je einen Blockadepunkt auf der Ost- und auf der Westseite des S-Bhf. Bornholmer Straße. Die Kundgebung an Punkt 3 dient wie bisher als zusätzlicher Anlaufpunkt.

Achtet besonders kurz vor dem 1. Mai auf aktuelle Ankündigungen und informiert euch weiterhin auf dieser Homepage sowie auf der Seite der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin.

Zudem organisiert das Bündnis „1. Mai Nazifrei!“ am Mittwoch, den 28.04.2010 eine zentrale Info- und Update-Veranstaltung um 19.00 Uhr im ND-Gebäude (Franz-Mehring Platz 1, 10243 Berlin, Nähe Ostbahnhof und U-Bhf. Weberwiese / U5). Dort wird nochmal der letzte Stand vermittelt – wir würden uns freuen, wenn ihr kommt.

Imformiert euch am 1. Mai! unter:
Infotelefon: 030/34712108
Twitter: twitter.com/1mai_nazifrei
WAP-Ticker: 1mai.sytes.net

http://jpberlin.de/antifa-pankow/pberg/1-mai09/index.html

Wenn Nazis marschieren, werden wir blockieren!

Am 1. Mai 2010 wollen Neonazis durch Berlin marschieren. Dagegen hat sich ein breites Bündnis, von Gewerkschaften über Antifagruppen bis Parteien, konstituiert, um den Naziaufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern. Das Bündnis hat sich dazu auf einen so genannten Aktionskonsens geeinigt, der da heißt:

„Wir werden uns in Berlin durch Aktionen des Zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie stoppen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Naziaufmarsch verhindern zu wollen.“

Egal wo die Nazis an dem Tag marschieren wollen, wir sind flexibel und werden sie daran hindern. Am 1. Mai in Berlin – Nazis gemeinsam blockieren!

http://jpberlin.de/antifa-pankow/pberg/1-mai09/index.html

1. Mai 09: Brauner Spuk in Freiberg

Bis zu 450 Nazis marschieren mit Sprechchören – Demo vom Landratsamt genehmigt

Freiberg. Mit Steinwürfen haben Neonazis am Freitag nach einem Aufmarsch in Freiberg Einsatzkräfte der Polizei attackiert. Zwei Beamte wurden dabei verletzt. Über die Höhe der Sachschäden war bis zum Abend noch nichts bekannt. Die Polizei nahm 17 Rechte fest, die bis zum Abend noch in Polizeigewahrsam saßen. Ermittelt wird zudem gegen mehrere Demo-Teilnehmer wegen Landfriedensbruchs und Widerstand gegen Vollzugsbeamte.

Bereits am Mittag hatten sich an die 300 Rechte aus verschiedenen Bundesländern am Freiberger Bahnhof versammelt. Der Aufzug war vom Landratsamt Mittelsachsen genehmigt worden. Daraufhin mussten 100 Einsatzkräfte der Polizei bis aus Dresden, Leipzig und Chemnitz angefordert werden. Sie eskortierten die rechte Demonstration durch die Bahnhofsvorstadt, der sich im Laufe des Nachmittags weitere etwa 100 Teilnehmer angeschlossen hatten.

Entsetzt und sprachlos zugleich zeigten sich viele Freiberger angesichts des braunen Spuks am 1. Mai in der Universitäts- und Bergstadt. Bei laut durch Freiberg hallenden Parolen wie „Der Staat ist am Ende – wir sind die Wende“ stand vielen Beobachtern am Straßenrand Hilflosigkeit ins Gesicht geschrieben.

Genau am Landratsamt eskalierte die Situation das erste Mal, als Polizisten aus der Menge der Rechten angegriffen worden. Ein Abbruch der Demo kam selbst dort für Polizeieinsatzleiter Jürgen Kittel nicht infrage: „Eine solche Entscheidung würde zum Krieg führen.“ Während die Rechten weiterzogen, schirmten Polizisten Gegner des Nazizuges ab, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Simone Raatz (SPD) und Elke Altmann (Linke).

In Hannover, wo die Demonstration eigentlich stattfinden sollte, hatte man sich couragierter als in Freiberg gezeigt. Dort wurde die Veranstaltung verboten. Noch in der Nacht machten die Rechten daraufhin mobil und steuerten Freiberg an. Mit Zügen und Autos reisten sie unter anderem aus Thüringen, Dresden und dem Osterzgebirge an. Auch Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung Sturm 34 aus Mittweida sollen unter den Teilnehmern gewesen sein. Den Weg frei gemacht hatte den Demonstranten Peter Schubert, Abteilungsleiter Ordnung und Sicherheit im Landratsamt. „Das war eine regulär angemeldete Veranstaltung. Gründe zum Verbot lagen nicht vor“, versuchte er gestern eine Rechtfertigung. Landrat Volker Uhlig (CDU) hatte womöglich gehofft, dass der braune Spuk in Freiberg ohne großes Aufsehen über die Bühne geht. Offenbar wollte er nicht einmal selbst vor Ort erscheinen. Vielmehr hatte er nach eigenen Worten seinem Abteilungsleiter freie Hand bei der Entscheidung zur Nazi-Demo gelassen.

Die Verantwortlichen aus dem Freiberger Rathaus schienen überhaupt nicht zu wissen, was in ihrer Stadt vorging. Weder Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos), noch einer seiner Stellvertreter ließen sich sehen.

Einzig die Landtagsabgeordneten Simone Raatz und Elke Altmann sowie andere Teilnehmer der DGB-Kundgebung, die vormittags am Obermarkt stattgefunden hatte, verurteilten die Genehmigung der Nazi-Demo aufs Schärfste. Simone Raatz kündigte mehrere Rechtsaufsichtsbeschwerden an. „In Hannover wurde die Demonstration abgelehnt, warum nicht auch in Freiberg? Wir wollen hier solchen braunen Spuk nicht“, stellte sie sich aufgebracht dem sprachlosen Landrat entgegen. „Mir fällt dazu nichts mehr ein“, so Uhlig, der Vorsitzender des Vereins gegen Extremismus in Freiberg ist. Nach fünf Stunden war der braune Spuk in Freiberg vorbei.

Von Gabriele Fleischer und Astrid Ring

Erschienen am 01.05.2009 http://freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/1499533.html

Für Flüchtlingschutz und Kinderrechte

Meine Stimme Gegen Nazis!

Eine neue Kampagne zu den anstehenden Wahlen in Sachsen geht an den Start:

Im Wahljahr 2009 werden ab Juni auch in Sachsen die Parlamente auf Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalebene neu gewählt.

Mit der Kampagne „Meine Stimme gegen Nazis“ wollen Initiativen und Vereine aus Sachsen darauf aufmerksam machen, dass extrem rechte Parteien und Wählervereinigungen – allen voran die NPD – versuchen werden, weiteren politischen Einfluss zu gewinnen. Unser Ziel ist es, die Menschen in Sachsen zu ermutigen, von ihrem demokratischen Recht, wählen zu gehen, Gebrauch zu machen und mit ihrer Stimme die demokratischen Parteien und Wählervereinigungen zu unterstützen.

Trotz vielfältiger Interessen und Meinungsverschiedenheiten sind wir uns in diesem Punkt einig: Nazis haben in den Parlamenten nichts verloren!

Logo und Motto der Kampagne„Meine Stimme gegen Nazis!“ (Download unter www.meine-stimme-gegen-nazis.de) können auf Briefköpfen, in Zeitungen, als Poster, Aufkleber und Buttons oder auf vielen anderen Wegen verbreitet werden. In Vorbereitung ist der Druck eine Broschüre, die über die NPD in sächsischen Parlamenten und deren Kandidaten informiert. Außerdem ist für den Sommer eine Kampagnen-Tournee durch einige Orte Sachsens geplant.

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung der Kampagne:

- Unterstützt als Person, Verein, Initiative, Parteiorganisation oder Institution die Kampagne! Nutzt dazu das Kontaktformular auf unserer Homepage oder schreiben Sie ein E-Mail an: kontakt(at) meine-stimme-gegen-nazis.de.

- Formuliert ein Statement: „Ich erhebe meine Stimme gegen Nazis, weil …“, das auf unserer Homepage und in der Broschüre veröffentlicht werden kann.

- Last but not least: Ohne Geld geht (fast) nichts. Unterstützen Sie die Kampagne mit einer Spende!(Spendenkonto: Treibhaus e.V. – Meine Stimme gegen Nazis, Kontonummer: 30003425, BLZ: 86055462 Sparkasse Döbeln,Stichwort:. Meine Stimme gegen Nazis)

Vielen Dank!

Die Kampagne wird bisher initiiert und unterstützt durch:

Vive le Courage e.V., Mügeln
Treibhaus Döbeln e.V.
Frauenzentrum Regenbogen e.V., Döbeln
Jugend-, Kultur- und Umweltzentrum e.V., E-Werk Oschatz
Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., Wurzen
Roter Baum e.V., Leipzig
Bon Courage e.V., Borna
Die Linke Nordwestsachsen
RAA Sachsen e.V. – Beratung von Opfern rechtsextremer Gewalt
Kulturbüro Sachsen e.V.

www.meine-stimme-gegen-nazis.de

http://www.myspace.com/msgn

* Rassistenzone Sorglosland – Es gibt kein ruhiges Hinterland*

Frühling in Wurzen – Antirassische/ Antifaschistische Demonstration am
Sonntag, 22.3.09 / 14 Uhr ab Bahnhof

Wurzen ist eine Stadt im „beschaulichen“ Sachsen, wo die NPD 2004 mit 9,2 % und ca. 191.000 WählerInnenstimmen in den Landtag einzog. Dies ist nur ein Indikator für einen „normalrassistischen“ Zustand. Tagtäglich heizen Medien das Bild vom „schmarotzenden“ und „kriminellen“ „Ausländer“ an, tagtäglich werden Menschen per Gesetz an den Rand der
Gesellschaft und Existenz gedrängt, tagtäglich wird gegen Menschen gezielte tätliche und verbale Gewalt angewendet .. weil sie nicht in Deutschland geboren sind, weil sie anders – nicht-konform – leben wollen, weil sie vermeintlich keinen Beitrag zur Reproduktion der kapitalistisch organisierten Gesellschaft leisten.
Wurzen ist dafür ein Beispiel und gleichsam zum 5. Mal Ort für den „Antirassistischen Sonntagsspaziergang“, der in diesem Jahr zur kraftvollen Demonstration werden soll. Im vergangenen Jahr versuchten um die 70 Nazis – JN und „Freunde“ des in der Stadt angesiedelten Nazi-Versandes „Front Records“ – die Veranstaltung zu stören. Nicht zuletzt dies ist ein Grund für antifaschistische Intervention – am 22.3.09 in Wurzen.

Mehr Inhalt gibts hier: http://wurzen.blogsport.de |
http://myspace.com/demowurzen

Kontakt: ladenschluss at email.de

„Antifascist Attitude“ – Vokü & Film

Antifaschismus in Russland Film und Gespräch am 1. April im Café Courage Döbeln

Zur Vokü am 1. April geht es diemal um ein sehr interessantes Thema:

Vorgestellt wird der Film: „Antifascist Attitude“(Russ.), 2008, 73 min., Dokumentation

Im Film sind Interviews und antifaschistische Aktionen mit verschiedenen antifaschistischen Menschen aus Moskau, St.Petersburg und Irkutsk (russische Städte mit starken antifaschistischen Bewegungen), gezeigt. Die Interviews werden mit anarcho-Antifaschist_innen, Menschenrechtler_innen, RASH, SHARP und „Moskauer Trojan Skins“, der antifaschistischen hardcoreband WHAT WE FEEL, Anarchopunks und dem ermordeten Anwalt Stas Markelov (ermordet am 19.01.09, RIP), geführt.
Außerdem werden antifaschistische Aktionen, Demonstrationen und antifaschistische Konzerte gezeigt.

Der Film wurde ohne Fördermittel gedreht und ist komplett DIY. produziert wurde er von der Anarcho-Künstlergruppe „Children of Bakunin“.

Vorgestellt wird der Film von Ukrop, einem Mitglied der „Children of Bakunin“, der in der anschließenden Diskussion einiges über die Situation in Russland, der Ukraine und Weißrussland beitragen kann.

Uwe Banton und Supershirt in Döbeln

Nazi-Plakate in Döbeln verteilt

Döbeln/Westsachsen
Unbekannte Täter haben in der Nacht zu gestern in mehreren Teilen der Stadt Döbeln Nazi-Plakate und Laken aufgehängt. Rund um die Schule in Döbeln Nord, in Teilen der Innenstadt und am Stadtbad war kriegsverherrlichende Propaganda angebracht. Das Ordnungsamt ließ die Plakate entfernen und erstattete Anzeige wegen unerlaubten Plakatierens. „In letzter Zeit kommen derartige nächtliche Plakatierungen häufiger vor“, sagte der Leiter des Döbelner Ordnungsamtes Jürgen Müller. Auch in Markleeberg, Wurzen und an der A14 hingen laut Polizeibericht gestern Plakate. Zur strafrechtlichen Würdigung wurden sie sichergestellt und dem Dezernat Staatsschutz übergeben. (DA vom 24.02.09/mati)

„Edutainment-Attacke!“ – Show in Döbeln

> ganz herzlich wollen wir zu einer Veranstaltung der besonderen
> Art ins Café Courage nach Döbeln einladen.
>
> Am Donnerstag den 19.02.09 wird die Hamburger Autorin und Moderatorin
> Noah Sow mit Ihrer „Edutainment-Attacke!“ bei uns zu Gast sein.
>
> Ihr neues Buch „Deutschland Schwarz Weiß“ zeigt den gewöhnlichen,
> alltäglichen Rassismus auf und liefert Anregungen und Anstöße für ein
> wirklich rassismusfreies Miteinander.
>
> Die „Deutschland Schwarz Weiß – Live“ – Edutainment Attacke geht noch
> weiter über den üblichen Rahmen einer Lesung hinaus.
>
> Und schon bei der Premiere der Show zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse
> im Neuen Rathaus Leipzig 08 stellte die Öffentlichkeit entgeistert fest:
>
> JA, man darf über sowas lachen!
>
> In der 90minütigen Show mit Quiz, Stand-Up, Rap, Lesung und Satire ist u.a.
> zu erfahren:
>
> – was Schwarze wirklich denken, wenn Sie sie fragen, wo sie herkommen
> – warum es schlimmer ist, „Die weiße Massai“ zuende zu lesen als nicht zur
> Lichterkette zu gehen
> – was die zivilisierte Welt vom Stamm der Bayern lernen kann
> – wie „mein bester Freund Cihad“ seine Kommilitonen durcheinanderbringt
> – ob man zum Rassisten werden kann, weil man Eddy-Murphy nicht mag
> – warum weiße Deutsche oft so große Probleme haben, sich zu integrieren.
>
> Unterstützt wird Noah dabei von Mutlu Ergün, der sich als Literatur wissen-
> schaftler und Essayist einen Namen gemacht hat und der nicht nur mit
> einem Rap -Tanz aufwarten wird.
>
> Beginn ist 20.00 Uhr. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 5 und an der
> Abendkasse 7 Euro. Über Euer / Ihr Interesse würden wir uns sehr freuen.
>
> Weiter Infos sind zu finden unter:
>
> www.myspace.com/edutainmentattacke
> www.noahsow.de
> www.deutschlandschwarzweiss.de
> www.derbraunemob.de

Vortrag und Ausstellung im Courage

„Die ist erst schön, wenn sie brennt!“*

Antisemitismus in Sachsen in Geschichte und Gegenwart

Neben einer Annäherung an den Begriff „Antisemitismus“ wird an ausgewählten Schwerpunkten die Entwicklung antisemtischer Erscheinungen und Vorurteile vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung sächsischer Gegebenheiten nachvollzogen.

Vortrag mit Solvejg Höppner; Dipl.hist., Mitarbeiterin im Mobilen Bratungsteam des Kulturbüro Sachsen e. V.

Ort: Cafe Courage Beginn 19.00 Uhr Eintritt ist frei.

* Ausspruch eines Schülers im Rahmen des Religionsunterrichtes vor der Synagoge in Dresden

Die Wanderausstellung „Juden in Sachsen“ ist noch bis zum 30. Januar im Café Courage zu sehen ist.

Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an junge Leute zwischen 14 – 20 Jahre aber auch an interessierte Erwachsene.
Sie soll zum einen das Spezifische der Geschichte der Juden in Sachsen verdeutlichen und zum anderen Grundkenntnisse zum Leben der jüdischen Minderheit in Sachsen vermitteln. Sie geht auf die Fragen des Antijudaismus und Antisemitismus der Integration und Segregation
ein und regt dazu an auch in Döbeln und im neuen Landkreis Mittelsachsen den Spuren jüdischen Lebens nachzugehen.

Denn wer weiß schon, dass die „Judenordnung“ Heinrich des Erlauchten von 1265 eine weitgehende privatrechtliche Gleichstellung der in Sachsen siedelnden Juden mit christlichen Bürgern und deren nahezu ungehinderte Ausübung ihrer Religion, regelte, dass 1430 Kurfürst Friedrich der Sanftmütige wiederum die Vertreibung aller Juden aus Sachsen und Thüringen anordnete und Juden erst über 250 Jahre später, unter August dem Starken (1670 – 1733) wieder in Sachsen siedeln durften.

„Juden in Sachsen“ beleutet 1000 Jahre sächsisch-jüdische Kultur und Sozialgeschichte vom Mittelalterbis in die Gegenwart. Auch die Schicksale sächsischer Juden in der Zeit der Weimarer Rebulik des Nationalsozialismus werden dabei nicht ausgespart.

Über das Leben der wenigen in der DDR verbliebenen Juden können die Besucher sich ebenso informieren, wie über die Wiederbelebung der jüdischen Gemeinden durch russische Imigranten seit 1988 können die Besucher sich informieren.

Gegenwärtig leben wieder ca. 2700 Juden in Sachsen und es gibt jüdische Gemeinden in Leipzig, Chemnitz und Dresden.

Die Ausstellung wurde schon in den 1980ger Jahren in den Kirchen der DDR gezeigt, von Hatikva e.V. Dresden (mit Unterstützung der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung) überarbeitet und ergänzt.

Besichtigt werden kann sie noch bis zum 30. Januar von Montag – Freitag 11.00 – 17.00 Uhr oder nach Absprache.

Für einzelne Besucher und Gruppen empfiehlt es sich einen Termin auszumachen, unter der Telefonnummer 03431 605330 oder unter 03431 605317. Der Eintritt ist frei.